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Kleidung & Lifestyle

Pflege von Outdoor-Kleidung

von Justin Spörri 05 Dec 2025

Hochwertige Outdoor- und Surplus-Kleidung ist eine Investition, die sich über viele Jahre auszahlen soll. Doch selbst die beste Qualität hält nicht ewig, wenn die Pflege vernachlässigt wird. Schmutz, Schweiß und falsche Behandlung können die Funktionalität erheblich beeinträchtigen und die Lebensdauer drastisch verkürzen. Mit der richtigen Pflege bleiben Ihre Kleidungsstücke lange funktionsfähig und sehen gut aus.

Viele Menschen scheuen sich davor, ihre teure Outdoor-Kleidung zu waschen, aus Angst, die Funktionalität zu beeinträchtigen. Dabei ist regelmäßiges Waschen wichtig, um die Atmungsaktivität zu erhalten. Schmutz und Körperöle verstopfen die Poren der Membranen und reduzieren deren Leistung. Dieser Guide zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Outdoor-Ausrüstung richtig pflegen und lange erhalten.

Warum richtige Pflege entscheidend ist

Die Funktionsmembranen moderner Outdoor-Kleidung sind technische Meisterwerke. Sie halten Wasser ab, lassen aber Wasserdampf durch. Diese Eigenschaft funktioniert nur, wenn die mikroskopisch kleinen Poren nicht verstopft sind. Schmutz, Schweiß und Hautfette lagern sich bei Gebrauch ab und beeinträchtigen die Atmungsaktivität zunehmend.

Die wasserabweisende Ausrüstung, auch DWR genannt, nutzt sich mit der Zeit ab. Wasser perlt dann nicht mehr ab, sondern saugt sich in die Oberfläche. Das Kleidungsstück fühlt sich nass an, obwohl die Membran darunter noch dicht ist. Die DWR-Imprägnierung muss regelmäßig reaktiviert oder erneuert werden.

Falsche Pflege kann mehr schaden als nützen. Weichspüler verstopft die Membran dauerhaft. Zu heißes Waschen beschädigt die Materialien. Aggressive Waschmittel greifen die Imprägnierung an. Mit dem richtigen Wissen vermeiden Sie diese Fehler und erhalten die Funktionalität Ihrer Kleidung über Jahre.

Das richtige Waschen von Funktionskleidung

Vor dem Waschen sollten alle Reißverschlüsse geschlossen werden. Das schützt die Reißverschlüsse selbst und verhindert, dass sie andere Kleidungsstücke beschädigen. Klettverschlüsse sollten ebenfalls geschlossen sein, damit sie sich nicht mit Fusseln zusetzen. Leeren Sie alle Taschen und entfernen Sie lose Verschmutzungen mit einer Bürste.

Verwenden Sie spezielle Funktionswaschmittel für Outdoor-Kleidung. Diese sind speziell formuliert, um Membranen nicht zu beschädigen. Sie entfernen Schmutz effektiv, hinterlassen aber keine Rückstände. Normale Waschmittel enthalten oft Substanzen, die sich in den Poren ablagern und die Atmungsaktivität reduzieren.

Die Waschtemperatur sollte niedrig sein, meist reichen dreißig Grad Celsius. Höhere Temperaturen sind selten nötig und können die Materialien schädigen. Wählen Sie ein Schonprogramm mit reduzierter Schleuderzahl. Zu starkes Schleudern kann die Nähte belasten. Ein zusätzlicher Spülgang entfernt alle Waschmittelreste gründlich.

Trocknen und Imprägnieren

Das richtige Trocknen ist entscheidend für die Reaktivierung der DWR-Imprägnierung. Der Trockner bei niedriger Temperatur ist ideal. Die Wärme aktiviert die Imprägnierung neu, sodass Wasser wieder abperlt. Etwa zwanzig Minuten im Trockner reichen meist aus. Kontrollieren Sie die Kleidung regelmäßig, um Überhitzung zu vermeiden.

Wenn kein Trockner verfügbar ist, können Sie ein Bügeleisen verwenden. Stellen Sie es auf die niedrigste Stufe und legen Sie ein Handtuch zwischen Bügeleisen und Kleidung. Bügeln Sie vorsichtig über die Oberfläche. Die Wärme reaktiviert die Imprägnierung ähnlich wie der Trockner.

Falls die DWR-Imprägnierung trotzdem nicht mehr funktioniert, ist eine Nachbehandlung nötig. Spezielle Imprägnier-Sprays oder Einwasch-Imprägnierungen erneuern die wasserabweisende Wirkung. Sprays werden auf die trockene, saubere Kleidung aufgetragen. Einwasch-Imprägnierungen werden mit der Wäsche zugegeben. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

Pflege von Daunen und Isolationsjacken

Daunenjacken erfordern besondere Pflege. Daunen verlieren ihre Bauschkraft, wenn sie verklumpen. Waschen Sie Daunenjacken nur, wenn es wirklich nötig ist. Verwenden Sie spezielles Daunenwaschmittel, das die natürlichen Öle der Daunen nicht entfernt. Diese Öle sind wichtig für die Isolationsleistung.

Das Trocknen von Daunenjacken dauert lange und erfordert Geduld. Verwenden Sie den Trockner bei niedriger Temperatur. Geben Sie zwei bis drei Tennisbälle in den Trockner. Diese verteilen die Daunen und verhindern Verklumpen. Der Trocknungsvorgang kann mehrere Stunden dauern. Unterbrechen Sie gelegentlich und schütteln Sie die Jacke auf.

Kunstfaser-Isolationsjacken sind pflegeleichter als Daunen. Sie können häufiger gewaschen werden, ohne ihre Leistung zu verlieren. Die Trocknung ist schneller und unkomplizierter. Dennoch sollten auch sie schonend behandelt werden. Verwenden Sie ebenfalls Funktionswaschmittel und niedrige Temperaturen.

Reinigung von Schuhen und Stiefeln

Outdoor-Schuhe sollten nach jeder Tour gereinigt werden. Entfernen Sie groben Schmutz mit einer Bürste. Schlamm und Sand können die Materialien angreifen und Nähte beschädigen. Lassen Sie die Schuhe an der Luft trocknen, nicht auf der Heizung. Zu große Hitze kann Klebstoffe lösen und Materialien verhärten.

Die Innensohlen sollten regelmäßig herausgenommen und separat getrocknet werden. Sie nehmen viel Feuchtigkeit auf und können bei Vernachlässigung Gerüche entwickeln. Einlegesohlen aus Aktivkohle oder Zedernholz absorbieren Feuchtigkeit und neutralisieren Gerüche. Wechseln Sie Ihre Schuhe regelmäßig, damit sie vollständig trocknen können.

Leder benötigt besondere Pflege. Spezielle Lederpflegemittel halten das Material geschmeidig und wasserfest. Tragen Sie die Pflege dünn auf und lassen Sie sie einziehen. Zu viel Pflegemittel macht das Leder schwer und klebrig. Moderne Lederbehandlungen enthalten oft auch Imprägnierstoffe für besseren Wetterschutz.

Lagerung von Outdoor-Kleidung

Die richtige Lagerung verlängert die Lebensdauer Ihrer Kleidung erheblich. Waschen Sie alle Kleidungsstücke vor der Einlagerung. Schmutz und Schweiß können während der Lagerung die Materialien angreifen. Stellen Sie sicher, dass alles vollständig trocken ist, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Hängen Sie Jacken auf Bügel, anstatt sie zu falten. Das vermeidet Knickfalten und erhält die Form. Daunenjacken sollten locker und nicht komprimiert gelagert werden. Daunen brauchen Platz, um ihre Bauschkraft zu behalten. Verwenden Sie keine Vakuumbeutel für Daunenkleidung.

Der Lagerort sollte trocken und gut belüftet sein. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, da UV-Strahlung die Materialien schädigt und Farben ausbleicht. Keller sind oft zu feucht, Dachböden im Sommer zu heiß. Ein Kleiderschrank im Wohnbereich ist ideal. Mottenschutz ist bei Wollprodukten wichtig.

Reparatur statt Wegwerfen

Kleine Schäden sollten sofort repariert werden, bevor sie größer werden. Ein kleiner Riss kann mit speziellen Reparatur-Patches geflickt werden. Diese selbstklebenden Flicken sind für verschiedene Materialien erhältlich. Sie sind einfach anzubringen und halten bei richtiger Anwendung sehr gut.

Defekte Reißverschlüsse sind ein häufiges Problem. Oft ist nur der Schieber ausgeleiert und kann ersetzt werden. Neue Schieber sind günstig und einfach anzubringen. Bei komplett defekten Reißverschlüssen lohnt sich der Gang zum Änderungsschneider. Der Austausch kostet weniger als eine neue Jacke.

Viele Hersteller bieten Reparaturservices an. Sie können beschädigte Kleidungsstücke einsenden und professionell reparieren lassen. Die Kosten sind oft moderat und die Reparatur verlängert die Lebensdauer erheblich. Das ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoller als ein Neukauf.

Pflege von Surplus und Militärkleidung

Surplus-Kleidung ist robust und langlebig, benötigt aber ebenfalls Pflege. Viele Militärjacken und -hosen sind aus schwerer Baumwolle oder Mischgewebe. Diese können bei höheren Temperaturen gewaschen werden als moderne Funktionskleidung. Beachten Sie dennoch die Pflegehinweise des Herstellers.

Tarnmuster können bei falscher Pflege ausbleichen. Verwenden Sie Farbschutzmittel beim Waschen, um die Farben zu erhalten. Waschen Sie Surplus-Kleidung separat oder nur mit ähnlichen Farben. Helle Flecken auf Tarnmustern sind nicht nur optisch störend, sondern reduzieren auch die Tarnwirkung.

Verstärkungen und Taschen benötigen besondere Aufmerksamkeit. Überprüfen Sie Nähte regelmäßig auf Beschädigungen. Lose Fäden sollten sofort gesichert werden. Metallteile wie Knöpfe oder Ösen können rosten. Behandeln Sie sie bei Bedarf mit Rostschutz oder ersetzen Sie sie.

Spezielle Pflegetipps für verschiedene Materialien

Gore-Tex und ähnliche Membranen sind empfindlicher als viele denken. Vermeiden Sie mechanische Belastung wie starkes Reiben. Waschen Sie nur mit Flüssigwaschmittel, nie mit Pulver. Die Körner können die Membran beschädigen. Verwenden Sie niemals Bleichmittel oder aggressive Fleckenentferner.

Softshell-Material ist pflegeleichter als Hardshell. Es kann häufiger gewaschen werden, ohne Schaden zu nehmen. Die Oberfläche ist oft mit einer DWR-Imprägnierung versehen, die wie bei Hardshell reaktiviert werden kann. Softshell trocknet schneller und muss seltener nachimprägniert werden.

Fleece ist sehr pflegeleicht und kann problemlos in der Maschine gewaschen werden. Es trocknet schnell und behält seine Isolationsleistung auch nach vielen Wäschen. Vermeiden Sie jedoch zu hohe Temperaturen, da Fleece aus Kunstfaser besteht. Ein Nachteil von Fleece ist die Pillingbildung, die sich durch spezielle Rasierer entfernen lässt.

Häufige Fehler vermeiden

Der häufigste Fehler ist die Verwendung von Weichspüler. Er verstopft die Membran dauerhaft und macht Outdoor-Kleidung unbrauchbar. Es gibt keine Möglichkeit, Weichspüler wieder vollständig zu entfernen. Auch geringe Mengen reichen aus, um die Atmungsaktivität erheblich zu reduzieren.

Zu seltenes Waschen ist ebenfalls problematisch. Viele Menschen waschen ihre Outdoor-Kleidung zu selten, in der Annahme, das würde sie schonen. Das Gegenteil ist der Fall. Schmutz und Schweiß schädigen die Materialien langfristig mehr als regelmäßiges Waschen mit dem richtigen Mittel.

Falsche Lagerung führt zu unnötigen Schäden. Komprimierte Lagerung schadet Daunen und Isolationsmaterialien. Feuchtigkeit führt zu Schimmel und unangenehmen Gerüchen. Sonnenlicht bleicht Farben aus und macht Materialien brüchig. Eine sorgfältige Lagerung erhält Ihre Kleidung über Jahre.

Zusammenfassung

Die richtige Pflege von Outdoor- und Surplus-Kleidung ist entscheidend für Langlebigkeit und Funktionalität. Regelmäßiges Waschen mit speziellen Funktionswaschmitteln erhält die Atmungsaktivität, während niedrige Temperaturen die Materialien schonen. Das Reaktivieren der DWR-Imprägnierung durch Wärme oder Nachimprägnierung sorgt dafür, dass Wasser weiterhin abperlt. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Daunenjacken, Schuhe und Surplus-Kleidung mit ihren spezifischen Pflegeanforderungen. Die richtige Lagerung an trockenen, gut belüfteten Orten ohne direkte Sonneneinstrahlung schützt vor Schäden während der Ruhephasen. Kleine Reparaturen sollten sofort durchgeführt werden, um größere Schäden zu vermeiden und die Lebensdauer zu maximieren. Mit diesen Pflegetipps bleibt Ihre Outdoor-Ausrüstung lange funktionsfähig und begleitet Sie über viele Jahre bei Ihren Abenteuern.

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